Die Gemeinde - Gemeinde Großefehn

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Leben in der Gemeinde
Die Gemeinde
Die geschichtliche Entwicklung

Den Namen Großefehn kennt man seit über 350 Jahren, und zwar als zusammenfassende Bezeichnung für die drei Fehnkolonien Westgroßefehn, Mittegroßefehn und Ostgroßefehn, obwohl diese politisch selbständig waren. 


Gegründet wurde das "Große Fehn" im Jahre 1633, als vier Emder Bürger durch Erbpachtrecht die Erlaubnis erhielten, an der Flumm, etwa 2 km nördlich von Timmel, 400 Diemat Hochmoor abzugraben und den Untergrund zu kultivieren. Mit dem Stechen des Torfes, durch den Emden mit ausreichend billigem Brennmaterial versorgt werden sollte, wurde am 20. April 1634 in Westgroßefehn nahe der Schleuse "Großefehn I" begonnen. Nach diesem Vorbild wurde später auch das "Spetzer Fehn" (1746) angelegt. 

In der Folgezeit wurden weitere Gebiete, in denen die heutigen Ortschaften Akelsbarg und Fiebing liegen, besiedelt. Älter sind dagegen die Ortschaften Aurich-Oldendorf, Bagband, Felde, Holtrop, Strackholt, Timmel, Ulbargen und Wrisse. Mehr Informationen über die Ortschaft Wrisse finden Sie auf den Homepage`s Wrisse und Strackholt


Die Ortschaft Aurich-Oldendorf soll im 12. und 13. Jh. eine ansehnliche Burg besessen haben; in einer Urkunde vom 7. September 1431 heißt die Ortschaft "Aldathorp".

Die Geschichte Bagbands kann bis ins 13. Jh. zurückverfolgt werden. Etwa aus der Mitte dieses Jahrhunderts stammt die ansehnliche Kirche, deren Aussehen in die Zeit des romanischen Baustils verweist. Holtrop, dessen Entstehung ebenfalls auf das 12. /13. Jh. zurückgeführt werden muss, verfügt über eine im 13. Jh. entstandene Kirche, deren Geschichte bis in die vorreformatorische Zeit verfolgt werden kann.

Strackholt, im Südosten der Gemeinde Großefehn gelegen, wird bereits in den Münster`schen Pfarrregistern des 15. Jahrhunderts unter der Bezeichnung "Stretholt" erwähnt. Der Ort dürfte jedoch wesentlich älter sein. Die Kirche soll etwa im 13. Jahrhundert erbaut worden sein. In der ostfriesischen Geschichte ist Strackholt bekannt durch die Quade Foelke, Gemahlin des Ritters Ocko tom Brook sowie durch mehrere Raubzüge der Oldenburger im 15. Jahrhundert. Im Dorf selbst sollen zwei Burgen gestanden haben. Timmel wird bereits um das Jahr 1000 unter dem Namen "Timberlae" in den Güte- und Heberegistern der Abtei Werden an der Ruhr erwähnt.

In dem Ort Ulbargen soll sich eine im 12. Jahrhundert gestiftete Niederlassung der Zisterziensermönche befunden haben. Anderen Darstellungen zufolge soll nahe am Dorf eine Burg, die "Üteborg", gestanden haben. Die Ortschaften Felde und Wrisse dürften ebenfalls bereits vor dem Jahre 1500 bestanden haben. Ein bekanntes Abgabenregister stammt aus dem Jahre 1580. 

Von der Gebietsreform bis heute

Die Gemeinde Großefehn wurde im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1972 aus vierzehn bis dahin selbständigen Gemeinden, und zwar Akelsbarg, Aurich-Oldendorf, Bagband, Felde, Fiebing, Holtrop, Mittegroßefehn, Ostgroßefehn, Spetzerfehn, Strackholt, Ulbargen, Timmel Westgroßefehn und Wrisse gebildet. Sie gehört zum Landkreis Aurich, Bezirksregierung Weser-Ems.

Das Gebiet der Gemeinde Großefehn ist gekennzeichnet durch die typisch ostfriesischen Wallhecken und Niederungsmoore, durchzogen von vielen Wasserläufen, und zwar natürlichen Gewässern und Fehnkanälen. Das an die Ortschaft Timmel angrenzende Boekzeteler Meer ist eines der wenigen erhaltenen ostfriesischen Binnenmeere und steht mit den umliegenden Niederungsgebieten unter Naturschutz. Zwischen dem Boekzeteler Meer und der Ortschaft Timmel wurde ein Ferien- und Erholungsgebiet mit einem ca. 20 ha großen See, dem "Timmeler Meer" angelegt. 1990 erhielten die Ortschaften Timmel und Westgroßefehn die staatliche Anerkennung "Erholungsort".

Die zur Gemeinde Großefehn gehörenden Ortschaften sind teils typische Fehnlandschaften mit Kanälen, Schleusen und Klappbrücken, teils alte Bauerndörfer mit alten ostfriesischen Kirchen und Ortskernen. Von den früher im Bereich der Gemeinde Großefehn zahlreich vorhandenen Windmühlen sind die Windmühlen in Bagband, Felde, Ostgroßefehn, Spetzerfehn und Westgroßefehn erhalten geblieben.

Dank mutiger Entscheidungen entwickelte sich die Gemeinde Großefehn weiter und übt nach wie vor große Anziehungskraft auf alle aus, die in einer gepflegten Wohngemeinde mit optimalen Freizeitwerten und guten Verkehrsanbindungen leben wollen.

Es lohnt sich nicht nur, der Gemeinde Großefehn einen Besuch abzustatten, sondern ganz besonders Bürger der Gemeinde Großefehn zu werden! 


Das Wappen der Gemeinde Großefehn



Unter rotem Wellenschildhaupt,

darin drei goldene Eicheln,

in Gold eine rote Holländische Windmühle.

Die Wellenteilung weist auf die zahlreichen Fehnkanäle und Tiefs im Gemeindegebiet, die zur Entwässerung der Moore und zum Transport des gewonnenen Torfs dienten, hin.

Die Windmühle steht für die zahlreichen Mühlen, die Wahrzeichen der Fehn- und Geestlandschaft waren und zum Teil noch sind. Um 1920 gab es allein in den Teilgemeinden West-, Mitte- und Ostgroßefehn noch 10 Windmühlen.

Die drei Eicheln und die Farben Gold und Rot sind dem Wappen des Landkreises entnommen und verdeutlichen die Zugehörigkeit zu diesem Kreis.

Beschlossen vom Rat der Gemeinde Großefehn am 14.08.1973.

Zahlen, Daten und Fakten aus der Gemeinde Großefehn 

 
Einwohnerzahl 
(Stand: 30.06.2014):
13.711
Einwohner / qkm:
107
Fläche der Gemeinde:
127,25 qkm
Lage:
Die Gemeinde Großefehn liegt als kreisangehörige Gemeinde des Landkreises Aurich im Herzen Ostfrieslands.
Höhe:
ca. 5 m über NN
Klimatische Verhältnisse:
Großefehn liegt im Klimabezirk des "niedersachsischen Flachlandes", dem sich zur Nordsee hin der Klimabereich "niedersächsische Nordseeküste" anschließt. Das dortige Klima wird maritim geprägt. Mit den vorherrschenden Lufströmungen aus südwestlichen und westlichen Richtungen werden Luftmassen von der Nordsee und dem Atlantik herangeführt, die für einen wechselhaften Witterungsverlauf sorgen.

Ortschaften der Gemeinde Großefehn 
OrtschaftEinwohner / FlächeOrtsbürgermeisterHomepage
AkelsbargEinwohnerzahl: 525
Fläche: 795,5228 ha
Harm Erdwiens
Telefon: 04943 / 3849

Aurich-OldendorfEinwohnerzahl: 1.550
Fläche: 1.966,6525 ha
Onno Reents
Telefon: 04943 / 3750

BagbandEinwohner: 389
Fläche: 1.314,3449 ha
Helmuth Krüsmann
Telefon: 04946 / 990622

FeldeEinwohner: 187
Fläche: 431,0004 ha
Heinrich Buß
Telefon: 04943 / 3662

FiebingEinwohner: 164
Fläche: 412,5904 ha
Enno Baumann
Telefon: 04946 / 916651

HoltropEinwohner: 1.511
Fläche: 1.346,2470 ha
Martin Aden
Telefon: 04943 / 2438
www.holtrop.de
MittegroßefehnEinwohner: 1.031
Fläche: 367,6244 ha
Detlev Schoone
Telefon: 04943 / 3417
www.wirinmittegrossefehn.de
OstgroßefehnEinwohner: 3.643
Fläche: 930,3886 ha
Friede Schoone
Telefon: 04943 / 1363

SpetzerfehnEinwohner: 1.891
Fläche: 816,8885 ha
Hinrich Trauernicht
Telefon: 04943 / 4206
www.spetzerfehn.de
StrackholtEinwohner: 1.438
Fläche: 2.193,3414 ha
Hillmar Weers
Telefon: 04946 / 1097

TimmelEinwohner: 998
Fläche: 1.186,3920 ha
Wilhelm Buschmann
Telefon: 04945 / 1537
www.timmel.net
UlbargenEinwohner: 194
Fläche: 422,4687 ha
Dieter Mouson
Telefon: 04943 / 2563

WestgroßefehnEinwohner: 229
Fläche: 193,5475 ha
Wilhelm Buschmann
Telefon: 04945 / 1537

WrisseEinwohner: 199
Fläche: 337,8860 ha
Wolfgang Dirksen
Telefon: 04943 / 1441
www.wrisse.de
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